Schmerz ist in Deutschland ein weit verbreitetes Problem. 8 bis 10 % der deutschen Bevölkerung leiden an chronischen Schmerzen. 90 % der über 76-Jährigen sind von Schmerzen betroffen. Rund 650.000 bis 800.000 Menschen bedürfen einer speziellen Schmerztherapie.
Schmerzen sind eine natürliche Reaktion des Körpers. Sie dienen dazu, den Menschen vor ungünstigen oder gefährlichen Einflüssen zu schützen. Sie haben Melde-, Schutz- und in manchen Fällen sogar eine heilungsfördernde Funktion. Bis auf wenige Ausnahmen ist der gesamte Körper von so genannten Schmerzfasern durchzogen, die auf Schmerzsignale wie bestimmte Temperaturen, Druck, Verletzungen oder krankhafte Prozesse, die sich im Körperinneren abspielen, reagieren. Grundsätzlich unterscheidet man den akuten und den chronischen Schmerz. Akute Schmerzen treten zum Beispiel nach Verletzungen oder Entzündungen auf. Sie setzen meist rasch ein, dauern nur einen bestimmten Zeitraum und haben in erster Linie Signalfunktion. Chronische Schmerzen hingegen halten über einen langen Zeitraum an und haben ihre Signalfunktion verloren. Die Schmerzen werden so zur eigenständigen Krankheit. Ab einer Dauer von 3 Monaten werden Schmerzen als chronisch bezeichnet. Die häufigsten chronischen Schmerzarten sind Rücken-, Kopf-, Nerven- und Tumorschmerzen. Hinzu treten rheumatische und Osteoporose-Schmerzen.
Eine unzureichende Schmerzbehandlung kann für Betroffene gravierende Folgen haben. Dazu gehören psychische und physische Beeinträchtigungen, Verzögerungen des Genesungsverlaufs oder die Chronifizierung des Schmerzes.
Professionelle Pflege kann einen grundlegenden Beitrag zur Verbesserung der Versorgungs- und Lebensqualität von Schmerzpatienten leisten.
MitarbeiterInnen der Ambulanten Krankenpflege Bettina Harms haben sich durch aufwendige Weiterbildungsmaßnahmen zu Schmerzspezialisten („Pain Nurse“) ausbilden lassen. Da Schmerzen häufig auch in der letzten Phase einer nicht mehr heilbaren Erkrankung auftreten, spielen ebenso die ausgebildeten Pflegefachkräfte für „Palliative Care“ eine bedeutende Rolle.
Pflegende Angehörige und Interessierte können sich kostenlos in Pflegekursen oder bei Hausbesuchen umfangreich zum Thema Schmerz und „Palliative Care“ beraten und fortbilden lassen. Die „Pain Nurses“ bzw. Fachkräfte für „Palliative Care“ der Ambulanten Krankenpflege Bettina Harms können Patienten und Betroffenen mit akuten oder chronischen Schmerzen in Zusammenarbeit mit dem behandelnden (Fach-) Arzt ein angemessenes Schmerzmanagement gewähren, das dem Entstehen von Schmerzen vorbeugt sowie diese auf ein erträgliches Maß reduziert oder beseitigt.